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27.06.2016 - 23:30h - Allgemein

Arbeitsreiches Wochenende für die Feuerwehren

Mehrere Unwettereinsätze mit Hochwasser und ein Kellerbrand hielten die Einsatzkäfte aller Bad Schwalbacher Feuerwehren am Wochenende in Atem


Ein heftiges Unwetter am Samstagmorgen sorgte für mehrere Einsätze aller Bad Schwalbacher Wehren. Nach einem Starkregen in den Morgenstunden des Samstages schwoll die Aar extrem an, so dass die erste Alarmierung gegen 05.40 Uhr erfolgte. An einem Grundstück an der B54, standen eine Tierpension sowie eine Maschinenhalle, massiv unter Wasser. Durch die Wehren Bad Schwalbach und Adolfseck wurde versucht Abläufe frei zu legen und einen „Umweg“ zu bauen.


Während diesem Einsatz wurde die Feuerwehr um Unterstützung in Rüdesheim – Aulhausen gebeten. Dort hatte der Starkregen zu Überschwemmungen einer Pflegeinrichtung geführt. Es wurden Sandsäcke angefordert. Um diese zu transportieren wurde die Wehr Fischbach und Adolfseck mit Ihren Gerätewagen Logistik alarmiert. Die Kräfte wollten gerade den Hof verlassen als der Stadtbrandinspektor von der Leitstelle über einen Kellerbrand in der Strasse „Am Grohberg“ informiert wurde.


Umgehend erfolgte die Alarmierung des Löschzuges 1 und 2 sowie der Feuerwehr Ramschied, da bereits einige Kräfte gebunden waren. Vor Ort hatte vermutlich ein defekter Kühlschrank einen Brand in einer Küche im Keller verursacht. Drei Trupps unter Atemschutz gelang es den Brand zu lokalisieren und zu löschen. Kaum war der Einsatz abgearbeitet gingen weitere Notrufe aus der Bahnhofstrasse, Am Rothfeld, Aarstrasse und Adolfseck ein. Die Aar war inzwischen soweit angeschwollen dass Wohnhäuser und Firmengelände überflutet wurden. Die Unwetterzentrale im feuerwehrstützpunkt wurde besetzt. Nun wurden alle Bad Schwalbacher Wehren in das Einsatzgeschehen eingebunden und es musste ein Damm in Adolfseck errichtet werden.


Weiter wurden Häuser und Höfe mit Sandsäcken geschützt. Zum Einsatz kamen mehrere Tragkraftspritzen, Tauchpumpen und Wassersauger. Es mussten weitere gefüllte Sandsäcke vom Technischen Hilfswerk angefordert werden (800 Stück). Gegen 14 Uhr entspannte sich die Lage nachdem der Scheitelpunkt erreicht war. Am Abend wurde dann die Drehleiter zur Unterstützung der Kameraden in Schlangenbad gerufen. Der Boden ist so aufgeweicht, dass mehrere Bäume in der Rheingauer Straße stürzten und einen Kleintransporter unter sich begruben. Die Drehleiter wurde zum entfernen dieser Bäume benötigt. Am Sonntagabend wurden die Wehren Bad Schwalbach und Hettenhain auf die Bundesstrasse 54 alarmiert. Hier stürzten ebenfalls Bäume auf Grund des aufgeweichten Bodens auf die Bundestrasse. Da ein Arbeiten sowie ein stürzen weiterer beschädigter Bäume nicht aus zu schließen war musste die Bundesstraße bis auf weiteres gesperrt werden.


Bei insgesamt 18 Einsatzstellen war 85 Kräfte mit allen Bad Schwalbacher Wehren im Einsatz.