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28.09.2016 - 20:00h - FFW Hettenhain

Ausbildung: Zweiter Übungssamstag für die Hettenhainer Einsatzkräfte

„Standardeinsatz“ war das Motto des zweiten Übungssamstags in diesem Jahr. Im Rahmen des Vormittags standen mehrere Einsatzszenarien an, die von den Einsatzkräften nach den Feuerwehrdienstvorschriften „Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz“ bewältigt werden mussten.


Die Übungen waren den Feuerwehrleuten unbekannt, sodass schnelles und korrektes Handeln für den Einsatzerfolg entscheidend war. Zwischen den Übungen wurden die Maßnahmen und Alternativen besprochen und somit Fehler ausgeräumt. Daraufhin wurde die Zusammenstellung der Löschgruppe (9 Einsatzkräfte) für die nächste Übung verändert, sodass die Einsatzkräfte wie im Realeinsatz die unterschiedlichen Positionen besetzen und die festgelegten Handgriffe übten.


Das erste Szenario bestand aus einem brennenden Rasentraktor dessen Besitzer bei einer Verpuffung schwer verletzt wurde. Erschwerend kam hinzu, dass der Traktor unter dem Dach eines Gartenhauses stand und der Brand auf dieses überzugreifen drohte. Während ein Trupp den Besitzer aus dem Gefahrenbereich rettete und einen festgestellten Herz-Kreislauf Stillstand mit den entsprechenden Erste-Hilfe Maßnahmen behandelte, ging ein nachrückender Trupp gegen das Feuer vor.


Nachdem die Gerätschaften verstaut waren, gab es den Einsatzauftrag für die nächste Einsatzstelle: Auf dem örtlichen Friedhofsparkplatz war ein Kleintransporter verunglückt. Beim Eintreffen entdeckte der Einheitsführer die am Fahrzeug angebrachten Gehrgutkennzeichnungen und leitete die entsprechenden Maßnahmen ein. Die Unfallstelle wurde weiträumig abgesperrt und der Fahrer wurde von einem Trupp unter Atemschutz gerettet. Da anfänglich Rauch aus dem Bereich des Motorraums aufstieg, entschied der Gruppenführer einen sogenannten Dreifachschutz aufzubauen. Das bedeutet, dass drei verschiedene Löschmittel (Wasser, Schaum, Löschpulver) bereit stehen, um einen Entstehungsbrand direkt mit dem richtigen Löschmittel zu bekämpfen. Beim fiktiven Eintreffen der bereits zu Beginn des Einsatzes angeforderten Spezialkräfte wurde die Übung beendet.


Zu guter Letzt benötigte eine Person in Notlage die Hilfe der Feuerwehr. Diese war einen Steilhang hinuntergefallen und konnte sich nicht mehr bewegen. Die Hettenhainer Einsatzkräfte entschieden sich für die Rettung mittels Steckleiter, Krankentrage und allerhand Muskelkraft.


Nach dem wohlverdienten Mittagessen ging es mit einer gemeinsamen Übung mit der Feuerwehr Lindschied weiter. Lindschied und Hettenhain bilden zusammen mit Adolfseck und Heimbach den 2. Löschzug der Stadt Bad Schwalbach. Dementsprechend wollte man das gemeinsame Vorgehen anhand einer Wasserförderung über eine lange Distanz trainieren. Von einer Wasserentnahmestelle im Ortskern von Lindschied wurde eine ca. 400m lange Wasserversorgung zur Einsatzstelle an der Villa Lilly verlegt. Nach dem gemeinsamen Abbau und anschließendem Abschluss ging um 16 Uhr für alle ein anstrengender, aber zufriedenstellender Tag zu Ende.