Die FFW Bad Schwalbach wurde am 20.06.1870 auf Initiative von Amtmann v. Rössler gegründet. In der Zeit von 1870 -1872 wurde Ludwig Hümmerich zum Wehrführer gewählt. In dieser Zeit wurden mit Hilfe von Spenden der Stadt und der Bürger die erste Saug- u. Druckspritze sowie persönliche Ausrüstung (Leinen, Beile, Äxte) beschafft werden.
1872 wurde Rudolf Kauth zum Wehrführer gewählt. In seiner Amtszeit erfolgte eine Verbesserung der Ausrüstung. Die Wehr hatte einen starken Mitgliederzuwachs. In der Generalversammlung am 7. Mai
1875 konnte Rudolf Kauth berichten, dass die Wehr 140 aktive hat und neben einer Saug- u. Druckspritze eine weitere Spritze mit Saugpumpe, einen Rettungswagen mit Rettungsschlauch, Hakenleitern, Dachleitern und Feuerhaken besitzt.
1875 erfolgte der Einzug in das neu erbaute Spritzenhaus mit Schlauchturm, das hinter dem Schulgebäude errichtet worden war.
1879 war ein Großbrand bei dem gleich 4 Häuser nieder brannten.
1883 wurde eine freistehende Schiebleiter angeschafft.
1895 feiert die Wehr ihr 25 jähriges Jubiläum, verbunden mit dem XIII Nassauischen Feuerwehrverbandstags an dem sich Feuerwehren aus dem ganzen Nassauer Land beteiligten.
1914 tritt auf Grund von Altersgründen zurück und Philipp Christian Diefenbach wird zum neuen Wehrführer gewählt. Während seiner Amtszeit wurden zwei 400l Motorspritzen, eine weitere freistehende Schiebeleiter sowie zwei Hydrantenwagen angeschafft. In seinem 60. Lebensjahr wurde er nach 25. jähriger Tätigkeit verabschiedet.
1934 August Heymann wird als neuer Wehrführer gewählt. Während seiner Amtszeit erfolgte die Überführung der freiwilligen Feuerwehren in die staatliche Aufsicht der Polizei. Kurze Zeit vor Kriegsbeginn wurde August Heymann zum Kreisbrandmeister des Untertaunuskreises ernannt und gab aus diesem Grund die Wehrführung ab.
1939 Paul Schneider ist neuer Wehrführer. Er erhielt 1941 ein Löschfahrzeug mit einer Pumpenleistung von 1500l/min und 600l Wassertank
1942 wird er zum Führer der Feuerwehrbereitschaft des Untertaunus ernannt. Er hatte eine große Anzahl von Einsätzen zu bewältigen die teilweise 12 Stunden und länger andauerten. Unter anderem brannte kurz nach Einmarsch der Amerikaner das Moorbadehaus. Die Löscharbeiten waren sehr erschwert, da Aufgrund der Sperrstunden die Feuerwehr abbauen und die Löschtätigkeit einstellen musste.
1945 gibt die Wehrführung an Adolf Martin ab. Er war jedoch nur zwei Monate tätig. Am 1. Oktober übernahm Ludwig Fuhr die Wehrführung. In seiner Amtszeit stand vor allem die Instandsetzung der Geräte und Fahrzeuge im Vordergrund welche durch den 2. Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen worden waren.
1953 Der Wehr wird ein neues LF 8 (mit finanzieller Unterstützung der Fa. H. Moeller AG) übergeben. Diese Fahrzeug sowie die ganze Wehr waren
1956 in einem tagelangen Dauereinsatz nachdem aufgrund von Dauerregen und der Schneeschmelze die Wiedbach und die Heimbach über die Ufer getreten waren.
1957 starb Ludwig Fuhr.
1958 August Fuhr übernimmt das Amt des Ortsbrandmeisters. Unter seinem sehr ehrgeizigem Engagment erreicht er das die Feuerwehr ein TLF 8, ein TLF 16, und an dem 100jährigem Jubiläum der FFW Bad Schwalbach sogar eine Drehleiter mit Rettungskorb in Empfang nehmen konnte. Des Weiteren erhielt die Wehr ein Gerätewagen-Öl. Er wurde am 09.01.1971 zum 1. Stadtbrandinspektor ernannt.
1974 die Stadt Bad Schwalbach erwirbt ein Gewerbegrundstück und 1975 gibt Innenminister Bielefeld grünes Licht und der Planungsauftrag für ein neues Gerätehaus wird vergeben.
1976 wird der Neubau des Stützpunktes begonnen und 1977 war die feierliche Grundsteinlegung.
1978 erfolgt der Einzug in das neue Gerätehaus. In den weiteren Jahren werden der Wehr ein SW 1000 und ein RW1 in den Dienst gestellt.
1981 nach 23 jähriger Tätigkeit übergibt August Fuhr sein Amt an Paul Hölzer.
1982 konnte ein LF16 in den Dienst gestellt werden. In seiner Amtszeit waren eine Vielzahl von Einsätzen zu verzeichnen, unter anderem der Brand der Hufeisenschule (1984).
1985 schweres Zugunglück im Bereich Hohenstein.
1991 nachdem Paul Hölzer nach 10 jähriger Amtszeit nicht mehr kandidierte wurde Werner Diefenbach zum Wehrführer gewählt.
1993 Großbrand Quellenhof. Im März 1994 wird der Wehr ein neues TLF 16/24 und ein Gerätewagen - Nachschub übergeben.
1997 wurde Günther Diefenbach, der Bruder von Werner, als Wehrführer gewählt. Er ist auch der Stadtbrandinspektor der Stadt Bad Schwalbach. Im Jahr 2003 wurde ein neuer ELW1 in den Dienst gestellt. Als besonderer Einsatz in seiner bisherigen Amtszeit sind der Gefahrgutunfall auf der B54 und der Gebäudebrand vom Restaurant „Hellas“, zu erwähnen. Nach 11 Jahren Tätigkeit übergibt er sein Amt an Sven Lillig.
2008 neuer Wehrführer Sven Lillig.
